Gold für den Golf Club Hubbelrath (November 2010)

Unser Golf Club erhält bei der Fachtagung „Golf und Natur“ das höchste DGV-Umweltzertifikat

„Ja und hier drüben haben wir den sozialen Wohnungsbau für die Schleiereule, mit Licht, Fernsehen und Veranda“, erklärt Dr. Gerd Thörner. Da kann sich auch der Präsident des Deutschen Golf Verbandes (DGV) Hans Joachim Nothelfer ein Lächeln nicht verkneifen. Mit seiner Begeisterung für den Naturschutz, mit seiner Eloquenz, seiner Sachkenntnis und seinem Humor schlug Dr. Thörner, Vorstand Platz des GC Hubbelrath, mehr als 120 an der Verbindung von Golf und Natur Interessierte in seinen Bann. Nicht nur bei der Platzbegehung, die eben auch an den Nistkästen der Steinkäuze vorbei führte, sondern auch in seinem Vortrag mit dem Titel „Golfsport und Umweltmanagement – Wie wird ein Golfclub ’nebenbei‘ zum artenreichsten Stadtbiotop Düsseldorfs“ spürte man, das Dr. Thörner Umweltschutz lebt, ohne dabei, im Falle des Golfs, die sportlichen Anforderungen zu vergessen. Seinen Engagement ist es in erster Linie zu verdanken, dass dem GC Hubbelrath während der Fachtagung „Golf und Natur“ in den Clubhausräumen das DGV-Umweltzertifikat in Gold überreicht wurde. Gleichzeitig präsentierte der GC Hubbelrath den nächsten Schritt in Sachen Umweltverträglichkeit. Seit neuestem wird die Rasenlänge der Grüns nahezu lautlos und emissionsfrei reguliert. Den Greenkeepern steht ein elektrischer Grün-Rasenmäher zur Verfügung. Das reduziert die Lautstärke und die Abgasmenge, ganz im Sinne einer nachhaltig ökologischen Betriebsführung.

Der DGV, der GC Hubbelrath und der Naturschutzbund (NABU) hatten zur Tagung „Golf und Natur nach Düsseldorf geladen. Aus ganz Deutschland kamen die Tagungsteilnehmer. Vorstände und Mitarbeiter von Golfclubs, hochrangige Verbandsvertreter (u.a. Greenkeeper-Verband, Golf Manager Verband, Deutscher Olympischer Sportbund, Deutscher Imker Bund, Deutsche Wildtier Stiftung), der Bürgermeister der Stadt Bad Schwalbach, Repräsentanten der Stadt Düsseldorf, der Landes- und Bundesregierung, Journalisten von Sport- und Umweltschutzpublikationen, Landschafts- und Golfplatzarchitekten und natürlich Mitglieder von Umweltschutzorganisationen ließen sich bei dieser Ein-Tagesveranstaltung von den kleinen Naturwundern, die auf der Anlage des GC Hubbelrath vollbracht wurden und werden, beeindrucken und inspirieren.
Geadelt wurde der Hubbelrather Naturkundetag durch Philipp Russell. Der Brite kam extra aus Schottland. Bei der obersten Instanz in Sachen Golffragen, dem Royal and Ancient Golf Club of St. Andrews, ist Russel für das Course Management mitverantwortlich. „Ich habe mich an einer sehr interessanten, produktiven, informativen und lehrreichen Tagung erfreut. Es war ein echtes Vergnügen zu sehen, wie exzellent die Umweltmaßnahmen in Hubbelrath ausgeführt wurden und werden. Ich bin sehr daran interessiert, auch in Zukunft über die Fortschritte des Naturschutzprogramms in Hubbelrath informiert zu werden“, erläutert Russel nach der Tagung. Und wenn schon die als Natur- und Gartenliebhaber bekannten Insulaner zufrieden sind, dann sind es alle anderen wohl auch.

Und waren sie auch. DGV-Präsident Nothelfer war geradezu begeistert. „Der GC Hubbelrath ist in Sachen Golf und Natur ein wahrer Leuchtturm. Bisher hatte ich von der Begeisterung, mit der hier ökologische Konzepte entwickelt und umgesetzt werden nur gehört. Jetzt habe ich sie zum ersten Mal selber erlebt. Beim GC Hubbelrath und Dr. Thörner sind wir mit diesem Thema genau an der richtigen Adresse“, freute sich der DGV-Präsident.

DGV-Geschäftsführer Klaus Dallmeyer, Thomas Graner (Bundesamt für Naturschutz), DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer, Dr. Gunther Hardt (DGV-Ausschuss Umwelt und Pflanzenpflege), Dr. Gerd W. Thörner (Vorstand Platz GC Hubbelrath, sitzend auf dem neuen elektrisch betriebenen Grünmäher des Clubs) sowie Josef Tumbrinck (Nabu NRW)

DGV-Geschäftsführer Klaus Dallmeyer, Thomas Graner (Bundesamt für Naturschutz), DGV-Präsident Hans Joachim Nothelfer, Dr. Gunther Hardt (DGV-Ausschuss Umwelt und Pflanzenpflege), Dr. Gerd W. Thörner (Vorstand Platz GC Hubbelrath, sitzend auf dem neuen elektrisch betriebenen Grünmäher des Clubs) sowie Josef Tumbrinck (Nabu NRW)

120 Teilnehmer folgten der Tagung Golf und Natur am 23. Oktober 2010 im Golf Club Hubbelrath.

120 Teilnehmer folgten der Tagung Golf und Natur am 23. Oktober 2010 im Golf Club Hubbelrath.

Der Theorie folgt die Praxis in Form einer Platzbegehnung während der Tagung.

Der Theorie folgt die Praxis in Form einer Platzbegehnung während der Tagung.

Dass so viele Teilnehmer zur Tagung in den tiefen Westen der Republik kamen, sogar aus Bad Tölz waren Golf- und Naturfreunde angereist, belegt, dass in der Beziehung zwischen Golfsport und Naturschutz ein Paradigmenwechsel stattgefunden hat. „Wer hätte sich vor 20 Jahren vorstellen können, dass Naturschutz und Golf einmal gemeinsam auftreten würden?“, fragt Nothelfer. „Das Thema gehört zu einer nachhaltigen Strategie und wird weiter an Wichtigkeit gewinnen. Deshalb hat der DGV die Belange des Natur- und Umweltschutzes nicht nur im April 2010 in seine Satzung aufgenommen, sondern verfolgt auch weiterhin das Ziel, seinen Mitgliedern das Rüstzeug für eine ökologisch engagierte und erfolgreiche Arbeit auf ihrer Golfanlage mitzugeben.“ Die Tagung in der Heimat des amtierenden Deutschen Vizemannschaftsmeisters der Herren war ein Baustein des DGV-Naturschutzprojektes 2010.

Die Resonanz der Teilnehmer war einhellig positiv. Natürlich lag das auch an der Auswahl und den Vorträgen der Referenten. Und bei der aktuellen Bedeutung der Umweltthematik in unserer Gesellschaft waren nur hochkarätige Referenten geladen. So sprach der Vizepräsident des Bundesamtes für Naturschutz Thomas Graner, der Vorsitzende des DGV-Ausschusses Umwelt und Platzpflege Dr. Gunther Hardt, der Vorsitzende des NABU NRW Josef Tumbrinck und Dr. Gerd Thörner. „Der NABU NRW begrüßt es ausdrücklich, wenn weitere Golfclubs sich am DGV-Qualitätsprogramm ‚Golf und Natur‘ beteiligen. Aufgrund der immer stärker bedrohten Biodiversität in der Agrarlandschaft, können sich Golfplätze bei entsprechender Betreuung und Umgestaltung zu einem Refugium für Arten der Kulturlandschaft entwickeln. Drei Schwerpunkte in der Kooperation sehen wir: – Beratung in Fragen des Natur- und Artenschutzes, – Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit und – Sicherung der regionalen Obstsortenvielfalt“, erläutert NABU-NRW-Vorsitzender Tumbrinck.
Und auch in der Verzahnung von golferischen und naturschützerischen Interessen ist der GC Hubbelrath Vorbild. Eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Club und dem NABU ist nicht nur unterschrieben, sondern wird auch gelebt. „Die Kooperation zwischen dem GC Hubbelrath und dem NABU ist beispielgebend. Auch der DGV und der NABU arbeiten zusammen, aber wir können nur den Rahmen abstecken. Vor Ort werden die Projekte umgesetzt und das geht nur in enger Abstimmung zwischen Sport und Natur“, so der DGV-Präsident. Genauso wie es der GC Hubbelrath und der NABU Düsseldorf praktizieren.

Umweltmanagementprogramm Golf und Natur

Seit 2005 bietet der DGV den Golfclubs damit eine praxisnahe Anleitung für eine umwelt- und qualitätsorientierte Zukunft der Golfanlagen an. Aktuell beteiligen sich mehr als 90 Clubs an diesem Programm. „Das sind mir entschieden zu wenig. Es sollen mehr werden, daran arbeitet der DGV“, meint Hans Joachim Nothelfer.
Zu den Golfclubs, die dieses Konzept vorbildlich umsetzen und mit dem Zertifikat in Gold ausgezeichnet wurden, gehört mit dem Golf Club Hubbelrath auch der Gastgeber der Fachtagung.

Presseberichte:
Deutschlandfunk – Text- und Hörbeitrag

Unser Golf Club wird im Vorfeld der Fachtagung „Golf und Natur“ mit dem höchsten DGV-Umweltzertifikat ausgezeichnet.

Im Rahmen der Goldzertifizierung des Umweltmanagementprogramms Golf und Natur erhält der Golf Club Hubbelrath auch die Konformitätsbescheinigung der DQS (Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen).

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