Neupflanzungen nach Orkan Ela.

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Die durch den Sturm ELA umgefallenen Bäume auf unserem Gelände haben wir jetzt neu gepflanzt. Dabei wurden mehrere Schwerpunkte gesetzt, die wir hier vorstellen: Zum einen wurden unsere Bestände der Rotbuche ergänzt. Der Name Rotbuche rührt von der Farbe des Holzes und nicht der Blätter her. Buchen mit roten Blättern heißen demgegenüber Blutbuchen. Wir berichteten bereits ausführlich über die Buche (Golf Wildlife 11/12 2007, siehe www.gc-hubbelrath.de/der-club/naturschutz/rotbuchen/) und deren Ökologie. Die Nachpflanzungen erfolgten auf den Bahnen 9 und 15 des Westplatzes jeweils hinter dem Grün.

Buchen

Einen weiteren Schwerpunkt setzen wir mit der Neupflanzung von Speierlingen (Sorbus domestica). Auch diese Baumart haben wir bereits gesondert vorgestellt (Golf Wildlife 11/12 2006, siehe www.gc-hubbelrath.de/der-club/naturschutz/die-gattung-sorbus/). Mit nunmehr 5 Bäumen stellt unser Club ein Schwerpunktvorkommen für Düsseldorf und Umgebung. Ob der Club in Zukunft auch eigenen Äbbelwoi herstellen wird, für dessen unverwechselbaren Geschmack die Früchte des Speierlings mitverantwortlich sind, bleibt abzuwarten.

Speierling Bahn 2, Ostplatz

Mit der Wildbirne (Pyrus pyraster) hat die zwanzigste Rote-Liste-Pflanzenart auf unserem Gelände Einzug gehalten. Dieser seltene heimische Wildbaum kommt natürlicherweise an trockeneren Waldstandorten vor. Im Zuge des Klimawandels könnte dieser Art daher eine höhere Bedeutung zukommen.

Wildbirne

Darüber hinaus wurde auch unser Bestand an Obstbäumen ergänzt. Hierbei wurden wir zum ersten Mal durch die Biologische Station im Kreis Neuss, mit Sitz auf dem Gelände des Klosters Knechtsteden unterstützt. Durch deren hervorragende Arbeit zum Erhalt alter, lokaler Obstsorten (siehe www.biostation-neuss.de/lokale_obstsorten.html) konnten wir einige wirkliche Raritäten des Rheinlandes erhalten und pflanzen. Dazu gehört die Gewürzbirne aus Lank-Latum und zum ersten Mal sogar drei rheinische Kirschsorten, die Rheinische Helle Kirsche, Uhlhorns Wunderkirsche und die Lotemer Sure. Wie der Name schon ahnen lässt, handelt es sich bei letzterer um eine Sauerkirsche.

Kloster Knechtsteden
Pflaume Lotemer Sure

Mit Goldparmäne, Freiherr von Berlepsch, Kaiser Wilhelm, Topaz, Gelbem Edelapfel und Weißem Winterglockenapfel haben wir bei der Nachpflanzung der Äpfel besonderen Wert auf schmackhafte Sorten gelegt.

Loch 1 Westplatz – Goldparmäne und Freiherr von Berlepsch

An dieser Stelle sei einmal an einen der Väter der rheinischen Obstsorten erinnert, Dietrich Uhlhorn der jüngere (20.12.1843-09.11.1915) aus Grevenbroich. Er war ein Ingenieur aber vor allem ein Obstzüchter. Überregional sind seine Züchtungen Zuccalmaglios Renette (1878) sowie der Freiherr von Berlepsch (1880) bekannt und verbreitet worden. Er hat jedoch viele weitere hervorragende Sorten gezüchtet, die sich nur lokal verbreitet haben und leider zum Teil nicht mehr vorhanden sind. Durch die Arbeit der Biologischen Stationen konnten jedoch einige dieser Sorten erhalten werden, wie eben Uhlhorns Wunderkirsche, Grevenbroicher Knorpelkirsche, Uhlhorns Augustkalvill, Uhlhorns Champagner Renette, Ernst Bosch, Creo und der Blaue Kölner.

Uhlhorns Kirsche (mit Dr. G. Hardt, Loch 17 Ostplatz)
Dietrich Uhlhorn

Wie aktiv der Mann war, kann man ermessen, wenn man die Sorten betrachtet, die inzwischen nicht mehr bekannt sind: Uhlhorns Ramburrenette, Uhlhorns Wunderkirsche, Diedrich Uhlhorn, Uhlhorns Herrenpflaume, Uhlhorns Konservenreneklaude sowie Uhlhorns Wunderpflaume.

Eine umfassende Beschreibung der Obstkultur zu jener Zeit findet sich ebenfalls auf der Homepage der Biologischen Station im Kreis Neuss (siehe: www.biostation-neuss.de/fuersten_pfarrern_fabrikanten.html)

Dr. Gerd W. Thörner,
Dipl. Geogr. Tobias Krause

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