Umwelt Projekt „Golf und Natur“.

Das Umweltprogramm „Golf und Natur“

Wie bereits am schwarzen Brett des Clubhauses mitgeteilt, beteiligen wir uns an dem Umwelt-Konzept des DGV: „Golf und Natur“. Mit dem vom DGV im Frühjahr 2005 gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz, dem Deutschen Greenkeeper Verband, der Universität Hohenheim und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt initiierten Konzept, steht eine praxisnahe Anleitung für die umweltgerechte und wirtschaftliche Zukunft unserer Golfanlagen sowie für die Verbesserung und langfristige Sicherung unserer Spielbedingungen zur Verfügung.

Das Konzept gliedert sich in fünf Phasen:
Absichtserklärung Mit der Absichtserklärung haben wir uns offiziell für das DGV-Programm „Golf und Natur“ registriert und verpflichten uns zur Bewahrung und zum Schutz der Umwelt bei Sicherung eines optimalen Spielbetriebs.

Bestandsaufnahme In vier Umweltschwerpunkten haben wir bereits eine Bestandsaufnahme erstellt:

  • Natur und Landschaft
  • Pflege und Spielbetrieb
  • Umweltmanagement
  • Öffentlichkeitsarbeit und Arbeitsumfeld

 

Gleichzeitig haben wir ein „Golf und Natur“-Team gebildet, das sowohl die Bestandsaufnahme und den Entwicklungsplan erstellt hat, als auch verantwortlich für die spätere Umsetzung der Maßnahmen ist.

Entwicklungsplan
Basierend auf der Bestandsaufnahme folgt der wesentliche Punkt von „Golf und Natur“ – der schriftliche Entwicklungsplan. In diesem wurden bei einem Gespräch gemeinsam mit dem Auditor des DGV bereits fünf Ziele aus den vier Umweltschwerpunkten entwickelt. Die Aufstellung des Entwicklungsplans stellt einen fortlaufenden Prozess der Analyse, Auswertung und Aktualisierung für die Golfanlage dar.

Umsetzung
Für die Umsetzung des ersten Maßnahmenpakets ist ein Zeitraum bis Juni dieses Jahres vorgesehen. Zertifikat Nach erfolgreicher Umsetzung der Maßnahmen erhalten wir eine entsprechende Anerkennungsurkunde (Zertifikat). Das Zertifikat gilt für zwei Jahre. Schon während der Umsetzung der ersten Maßnahmen werden weitere vorbereitet, um die erfolgreiche Anschlusszertifizierung zu gewährleisten und den Umweltgedanken kontinuierlich zu verwirklichen.

  • Mit dem Schwerpunkt Naturschutz und Spielbetrieb wurden die nachfolgenden Maßnahmen zur Förderung unserer Golfanlage beschlossen:
  • Erarbeitung eines Konzepts Streuobstwiesen (Anlage, Pflege, Neuanpflanz-ung, Dokumentation) als Sortenerhaltungsstelle des Rheinlands
  • Einrichtung eines Monitorings von Flora und Fauna im 5-jährigen Rhythmus
  • Dokumentation der Spiel- und Platzqualität
  • Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung im Bereich Greenkeeping sowie Nennung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit
  • Einsatz des DGV-Golf und Natur-Logos auf der Homepage des Golf Club Hubbelrath zusammen mit Golf Wildlife
Neu gepflanzte Streuobstwiese an der Bahn 4 des Westplatzes

Unter Berücksichtigung der in der Vergangenheit bereits durchgeführten, umfangreichen Maßnahmen in Bezug auf den Natur- und Umweltschutz im Golf Club Hubbelrath ist die Zertifizierung mit BRONZE bereits für den 10. Juni 2009 terminiert!

Abhängig von der Laufzeit des Programms und den umgesetzten Maßnahmen wird der Golf Club Hubbelrath dann die Zertifizierung mit Silber und anschließend Gold anstreben.

Die ersten Schritte zur Umsetzung der Maßnahmen sind bereits erfolgt. Besonders erfreulich ist es, dass an der Bahn 4 des Ostplatzes eine neue Obstwiese mit 25 Bäumen angelegt werden konnte. Da wir bereits mehrfach über den Wert und Zweck der Streuobstwiesen berichtet haben, möchten wir an dieser Stelle die neu gepflanzten Apfelsorten kurz vorstellen Dabei entspricht die Zahl in Klammer der fortlaufenden Nummerierung der Obstbäume auf unserem Platz.

Die Sorten des Apfels wurden selektiert, da jede Sorte ihre spezifischen Eigenschaften hat. So wurden besonders frühreife, spätreife oder lagerfähige – besonders krankheitsresistente, saftige oder schmackhafte Sorten herausselektiert. Somit kann ohne moderne Lagermethoden die Versorgung mit Äpfeln ab Ende Juli (Klarapfel) bis etwa Mai (Lageräpfel) gewährleistet werden. Für die Lokalsorten kommt hinzu, dass sie an lokale Klima- und Bodenbedingungen gut angepasst sind.

Mit den Roten James Grieve (197) und dem Roten Gravensteiner (212) und der Alkmene (213) haben wir frühreife Sorten gepflanzt. Sie sind teilweise ab Ende August reif und es sind sehr gute Tafeläpfel. Die frühen Sorten lassen sich jedoch nicht sehr lange lagern.

Eine sehr alte Sorte ist der Danziger Kantapfel (205), der auch mit rauen Hochlagen zurechtkommt und sehr widerstandsfähig ist.

Mit dem Ontarioapfel (203) und dem Gelben Edelapfel (215) wurden zwei Sorten gepflanzt, die Aufgrund ihres speziellen Zuckergehaltes als gute Diabetikeräpfel gelten.

Der Schöne von Burscheid (198) ist, wie der Bäumchesapfel (202) eine echte Spezialität des Bergischen Landes. Letzterer kann zu den besten Tafeläpfeln gezählt werden.

Der Kaiser Wilhelm Apfel (204) ist ein echter Düsseldorfer. Er wurde in einem Obstgarten bei Haus Bürgel entdeckt und dann als alte Hauptsorte und guter Tafelapfel zu Ehren des Kaisers benannt.

Zwei echte Spitzensorten sind unter den Nummern 207 und 208 zu finden. Der Croncel ist eine im September reife, gelbe Sorte, deren Früchte sonnenseits rötlich überhaucht sind. Frisch von Baum ein Hochgenuss, lässt er sich jedoch kaum lagern. Dagegen ist der Eifeler Rambour, ein sehr großer grüngelber stark rotgestreifter Apfel der „Allrounder“ und als sehr alte Sorte, die Wiederentdeckung schlechthin. Bereits reif vom Baum ein vorzüglicher Tafelapfel, lassen sich die großen Früchte genauso gut zu Saft und Mus verarbeiten und sind darüber hinaus noch gut lagerfähig. Der Baum wird allerdings riesig, kommt jedoch auch mit rauesten Lagen zurecht, er ist starkwüchsig und nicht krankheitsanfällig. Der Schöne von Boskoop (214) ist der klassische Bratapfel. Darüber hinaus ist er ein guter Tafel- und Backapfel. An der Bahn 12 des Ostplatzes, etwa auf der Hälfte der Bahn auf der rechten Seite am Hang, steht ein schöner Altbaum dieser Sorte. Beim Horneburger Pfannkuchenapfel (211) verrät bereits der Name seinen Hauptverwendungszweck. Roter Bellefleuer (200) und Gelber Bellefleuer (206) haben eigentlich nur den Namen gemeinsam. Der rote stammt aus Holland, während der gelbe 1790 in New Jersey USA entstanden ist. Beide reifen ab Mitte Oktober, der rote lässt sich jedoch länger (bis Mai) lagern.

Seidenhemdchen (210) und Doppelter Nordheuser (199) sind zwei alte Sorten, über die kaum noch Informationen zu finden sind. Wir hoffen diese Sorten in den kommenden Jahren selber verkosten zu können. Dagegen ist der Geheimrat Dr. Oldenburg (201) bereits bekannt. Beim Apfelerntefest des NABU gehörte diese Sorte mit ihrem feinen Aroma zu den beliebtesten Apfelsorten. Die Kasseler Renette (195), der Jakob Lebel (196) und die Graue Herbstrenette (209) sind vorzügliche Mostäpfel. Der Jakob Lebel gilt als der beste Backapfel. Aus Siebenbürgen kommt die Sorte mit der Nummer 216, der Batullenapfel. Eine sehr widerstandsfähige alte Sorte. Mit den Nummern 218 und 219 wurden zusätzlich eine Apfel- und eine Birnenquitte gepflanzt.

Dr. Gerd W. Thörner
und Dipl.-Geogr. Tobias Krause

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